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Einsparung von über 50 % Treibhausgasen bei Biokraftstoffen schon jetzt erreichbar
Wien. Die österreichischen Biodiesel- und Bioethanolproduzenten lassen aufhorchen. So konnten die Produktionszahlen bei Biokraftstoffen auch vergangenes Jahr wieder deutlich gesteigert werden. 2009 wurden 323.147 Tonnen Biodiesel und 138.073 Tonnen Bioethanol in Österreich produziert.
Wien. Die österreichischen Biodiesel- und Bioethanolproduzenten lassen aufhorchen. So konnten die Produktionszahlen bei Biokraftstoffen auch vergangenes Jahr wieder deutlich gesteigert werden. 2009 wurden 323.147 Tonnen Biodiesel und 138.073 Tonnen Bioethanol in Österreich produziert. Bei Biodiesel bedeutet das seit 2006 eine Produktionssteigerung von 165 Prozent. Die Erzeugung von Bioethanol hat sich seit 2008 beinahe verdoppelt. So leisten die in der ARGE Biokraft zusammen geschlossenen Unternehmen bereits heute einen nicht mehr wegzudenkenden Beitrag bei der Vermeidung von klimaschädlichen Emissionen. Doch damit nicht genug. „Wir rechnen damit, dass der Anteil der Biokraftstoffe im Energiemix auch in den kommenden Jahren weiter zunimmt“, erklärt Dr. Reinhard Thayer, Geschäftsführer der ARGE Biokraft.
Bioethanol und Biodiesel spielen bereits heute vor allem in der Beimischung zu Benzin und Diesel eine wichtige Rolle. So liegt derzeit der biogene Anteil von Benzin bei 5 Volums-Prozent und von Diesel bei 7 Volums-Prozent. Entsprechend der EU-Richtlinie „Erneuerbare Energien“ soll der Anteil an erneuerbarer Energie im Verkehrssektor bis 2020 auf 10 Prozent erhöht werden. Österreichs Biodiesel- und Bioethanolproduzenten leisten gemeinsam mit der Mineralölwirtschaft beim Inverkehrbringen von Biokraftstoffen einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieser Vorgaben.
Biokraftstoffe ersetzen fossile Kraftstoffe
Mit der Einführung von Dieselkraftstoff mit 7 Prozent Biodieselbeimischung, in der Norm auch B7 genannt, im Februar 2009 hat die Mineralölwirtschaft einen wesentlichen Schritt in Richtung Ökologisierung der Treibstoffe gemacht. So konnten die Mitgliedsunternehmen der ARGE Biokraft vergangenes Jahr bereits rund 203.000 Tonnen Biodiesel an die Mineralölindustrie liefern. Die Bioethanolproduktion stieg 2009 auf 138.073 Tonnen.
Einen bedeutenden Beitrag leistete auch der sogenannte Reinkraftstoff B100 – 100 Prozent Biodiesel. Die Biodieselproduzenten der ARGE Biokraft konnten davon 2009 in etwa 102.000 Tonnen in Österreich absetzen. Durch den Einsatz regenerativer, umweltfreundlicher Energien aus nachhaltiger Produktion wird so ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung der EU-Klimaziele sowie der vor kurzem präsentierten Energiestrategie Österreich geleistet.
Biokraftstoffe sparen 50 Prozent an Treibhausgasemissionen
Doch nicht nur bei den Produktionszahlen überzeugt die heimische Biokraftstoff-Branche. Auch der Biotreibstoff selbst wird immer nachhaltiger produziert. Ab 2017 müssen laut der EU-Richtlinie „Erneuerbare Energien“ die Treibhausgas-Emissionen bei Biokraftstoffen um mindestens 50 Prozent gegenüber fossilen Kraftstoffen reduziert werden. Der Innovationskraft österreichischer Unternehmen ist es nun zu verdanken, dass diese Ziele bereits heute erreicht werden können.
Das beweisen zwei aktuelle wissenschaftliche Gutachten des Joanneum-Research-Instituts im Rahmen einer sogenannten Lebenszyklusanalyse, die Biokraftstoffe mit fossilen Kraftstoffen vergleicht. Untersucht wurden jeweils ein Werk für die Produktion von Biodiesel und eines für Bioethanol. Dabei wurden alle Prozessschritte vom Anbau und der Ernte der Rohstoffe, dem Transport, der Verarbeitung zum Biokraftstoff, der Verteilung an die Tankstellen bis hin zur Verbrennung im PKW-Motor berücksichtigt. Die Ergebnisse zeigen, dass die laut EU-Richtlinie gegenwärtig geforderte Treibhausgas-Mindesteinsparung bei Biokraftstoffen von 35 Prozent und auch die ab 2017 geforderte Einsparung von 50 Prozent gegenüber fossilen Kraftstoffen schon heute erreicht werden.